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Ratgeber
Arbeitsprozess

Wie schreibe ich einen tabellarischen Lebenslauf? - Erste Schritte zu einer erfolgreichen Bewerbung

28 Mai 2020
Sie möchten sich für ein Stipendium bewerben? Dann benötigen Sie (fast immer) einen tabellarischen Lebenslauf.
Wozu dient der Lebenslauf?

Die Stipendiengeber*innen erhalten einen ersten Überblick über Ihren Bildungsweg, Ihre Erfahrungen und Ihr Engagement. Anhand dessen schauen die Fördergeber, inwieweit der/die Bewerber*in mit dem jeweils eigenen Profil zusammenpasst. Der Lebenslauf ist ein „Puzzleteil“, um das Potential der Bewerber*innen besser einschätzen zu können.

Als Bewerber*in sollten Sie im tabellarischen Lebenslauf somit kurz und übersichtlich Ihren eigenen Bildungsweg, interessante Erfahrungen und Ihr Engagement darstellen. So definieren Sie Ihr Profil und liefern erste Argumente, warum Sie zu dem gewählten Förderwerk passen.

 

Welche Angaben sind wichtig?

Ihre persönlichen Daten: Name, Vorname, Geburtsdatum/-ort, Kontaktdaten (Adresse, Telefon, Email), optional: Familienstand, Staatsangehörigkeit, Religionszugehörigkeit.

Bewerbungsfoto: Der Stipendiengeber möchte sich ein Bild von Ihnen machen. Deshalb gehört auch ein Bewerbungsfoto zu Ihren Unterlagen. Das Bewerbungsfoto sollte maximal ein Jahr alt und von einem professionellen Fotografen gemacht worden sein.

Schulbildung: Auf welcher Schule sind bzw. waren Sie? In Stichpunkten ergänzen Sie, welche Leistungskurse Sie gewählt und - falls zutreffend – welche zusätzlichen AGs Sie besucht haben. Übrigens, spätestens im Studium brauchen Sie Ihren Grundschulbesuch nicht mehr angeben.

Praktika/ Ausbildung/ Berufserfahrung: Haben Sie bereits erste Einblicke in die Berufswelt erhalten (Jobs als Schüler*in oder Studierende*r, Praktika)? Haben Sie eine Ausbildung begonnen und/oder abgeschlossen? Dann schreiben Sie es auf jeden Fall in den Lebenslauf. Vergessen Sie nicht ein bis zwei Stichpunkte aus denen hervorgeht, welche Tätigkeiten Sie konkret ausgeführt haben.

Auslandserfahrungen: Waren Sie bereits im Ausland? Haben Sie zum Beispiel an einem Schüleraustausch teilgenommen oder ein Auslandspraktikum, Auslandssemester oder Freiwilligendienst im Ausland absolviert? Dann nehmen Sie das unbedingt in den Lebenslauf auf. Weitere Informationen zu einem Auslandsstipendium finden Sie HIER.

Studium: Wenn Sie bereits studieren, welches ist Ihr Studienfach und wo studieren Sie? Stellen Sie hier in Stichpunkten auch Ihre inhaltlichen Interessen bzw. Studienschwerpunkte dar.

Außerschulische Aktivitäten/ Ehrenamt: Wo und wie engagieren Sie sich neben bzw. außerhalb von Schule oder Studium? Für eine erfolgreiche Bewerbung auf ein Stipendium ist gesellschaftliches Engagement in den meisten Fällen ein wichtiger Baustein, dabei ist der Begriff aber weiter gefasst, als Sie vielleicht denken.

Klassische Ehrenämter im Schul- und Hochschulbereich sind solche als Streitschlichter*in, Schülersprecher*in, aktives Mitglied der Fachschaft oder des ASTA an der Hochschule. Funktionen als Jugendleiter*in bei den Pfadfindern oder Trainer*in eines Handballteams, Unterstützung von Gemeindeaktivitäten oder Engagement für den Umweltschutz gelten genauso als Ehrenamt. Aber auch wenn Sie aufgrund Ihrer Sprachkenntnisse für Ihre Eltern bei Amtsgängen und Arztbesuchen Gespräche oder Formulare übersetzen, wird dies als Ehrenamt gewertet. Weitere Informationen zu sozialem Engagement und Ehrenämtern finden Sie auch HIER.

Weiterbildung/ Auszeichnungen: Sie haben sich neben der Schul- oder Hochschulausbildung anderweitig weitergebildet? Wenn Sie zum Beispiel beim Girls- oder Boys Day teilgenommen oder andere Bildungsveranstaltungen besucht haben, ist dies auf jeden Fall eine Erwähnung wert.

Ebenso erwähnenswert sind Auszeichnungen oder Preise. Vielleicht haben Sie beim Talentwettbewerb ihrer Schule abgeräumt oder bei Jugend musiziert erfolgreich teilgenommen? Oder Sie sind beim Campuslauf der Hochschule unter die Top-3 gekommen?

Hobbies: Was machen Sie außerhalb von Schule bzw. Studium privat? Hobbies beeinflussen den Auswahlprozess zwar nicht, sind für die Förderwerke aber dennoch interessant. Sie liefern ein umfassenderes, „rundes“ Bild über Ihre Persönlichkeit. Stellen Sie sich also auch auf Rückfragen zu Ihren Freizeitbeschäftigungen im Auswahlgespräch ein.

 

Wie sieht der Lebenslauf aus?

Insgesamt hat der tabellarische Lebenslauf in der Regel bis zu zwei Seiten. Die Inhalte werden in zwei Spalten dargestellt. In der linken Spalte steht der Zeitraum mit monatsgenauer Angabe (mm/jjjj), in der rechten Spalte werden die entsprechenden Inhalte mit stichpunktartigen Ergänzungen aufgeführt. Ihre Angaben werden umgekehrt chronologisch geordnet. Das heißt, Ihre aktuellen neuesten Lebensstationen werden zuerst genannt.

Und bitte nicht vergessen: Ort, Datum und Unterschrift beschließen den Lebenslauf – nur damit ist er formal gesehen gültig.

Falls Sie zu Ihrem Lebenslauf oder anderen Themen rund um die Stipendienbewerbung noch Fragen haben, scheuen Sie sich nicht, sich direkt mit den Berater*innen an Ihrer Hochschule in Verbindung zu setzen.