Direkt zum Inhalt

Zwei Sprechblasen mit Fragezeichen

FAQs

Auf den folgenden Seiten beantworten wir Ihre gängigsten und drängendsten Fragen. Scheuen Sie sich aber nicht, uns anzusprechen, wenn Sie darüber hinaus etwas genauer wissen möchten. Wir unterstützen Sie sehr gern!

Ansprechpartner*innen an Hochschulen 

Wissen

Ein Empfehlungs- oder Vorschlagsgutachten ist eine persönliche Referenz, bei der Lehrende oder Professoren als Bürgen für Studierende auftreten. In einem solchen Gutachten, das Voraussetzung für die Stipendienbewerbung ist, sollen die Kompetenzen, das Potenzial und die persönliche Eignung eines/-r Studierenden hervorgehoben werden. Die Stiftungen und Begabtenförderwerke haben teilweise unterschiedliche Voraussetzungen, über die man sich individuell informieren sollte. 

Ein Vorschlagsgutachten sollte eine kurze Selbstvorstellung enthalten, ferner eine umfassende fachliche Empfehlung, eine Aufstellung miterlebter Erfolge des/der Studierenden und eine subjektive Empfehlung des Bewerbers/der Bewerberin. Weitere Informationen können Sie dem Beitrag zum Thema „Gutachten erstellen“ entnehmen. Dort finden Sie auch ein Musterschreiben.

Je nach Ihren zeitlichen Möglichkeiten können Sie potenzielle Stipendiat*innen in unterschiedlicher Intensität unterstützen. Beispielsweise können Sie für einen Kurzvortrag in den Einführungswochen auf unsere Projektmitglieder zurückgreifen. So können jene Ansprechpersonen, die das Projekt Stipendienkultur Ruhr an Ihrer Hochschule vertreten, einen Input vortragen oder Sie dabei unterstützen. Darüber hinaus gibt es viele Beratungsmöglichkeiten, auf die Sie Ihre Studierenden hinweisen können: Teilen Sie Ihnen Termine von Workshops und Informationsveranstaltungen mit und geben Sie Ihnen die Kontaktdaten von Stipendienberater*innen der Fakultäten und der Zentralen Studienberatung. Gerne können Sie unsere Ansprechpersonen um Infomaterial bitten, das Sie interessierten Studierenden mitgeben können. Vernetzungsmöglichkeiten gibt es regelmäßig an Ihren Hochschulen und in naher Umgebung - nehmen  Sie jederzeit auch mal spontan an einem solchen Treffen teil! 

Als Hochschulmitarbeiter*in können Sie das Thema Stipendium mit wenig Zeitaufwand bekannter machen - zum Beispiel, indem Sie es auf Ihrer Website kommunizieren. Darüber hinaus können Sie unsere Infoflyer dort auslegen, wo Sie in Kontakt mit Studierenden kommen, und Sie können die Kontaktdaten der Ansprechpersonen vor Ort oder die Informationen auf stipendienkultur.de weitergeben. Weitere Möglichkeiten finden Sie hier (Verlinkung des Beitrags „Stipendiat*innen fördern“). 

Ermutigen Sie interessierte Studierende, sich für ein Stipendium zu bewerben! Zeigen Sie ihnen, dass es die einzelnen Stipendiengeber unterschiedliche Auswahlkriterien haben, die sich nicht nur auf gute Leistungen beziehen. Bestärken Sie Studierende darin, sich nicht von dem großen Angebot an Stipendien und dem Aufwand für eine Bewerbung abschrecken zu lassen. Vermitteln Sie, dass Sie und wir die potenziellen Stipendiat*innen beim Bewerbungsprozess und Auswahlverfahren unterstützen.

Um an Ihrer Hochschule das Stipendienwesen zu erweitern, sollten Sie vor allem die Multiplikator*innen in Ihrem Umfeld aktivieren. Als Lehrende*r können Sie Ihr Vorschlagsrecht nutzen, geeignete Studierende in Lehrveranstaltungen identifizieren und Gutachten verfassen. Als Hochschulmitarbeiter*in Ihrer universitären Institution können Sie in Fakultäten und Fachbereichen zum Thema Stipendien mitarbeiten und Angebote an der Hochschule wie Workshops und Informationsveranstaltungen zu Stipendien kommunizieren. 

Im Projekt Stipendienkultur Ruhr arbeiten sieben Hochschulen daran, gemeinsam eine Stipendienkultur zu entwickeln, um von den Erfahrungen der anderen zu lernen und von einem wechselseitigen Austausch sowie gemeinsam initiierten Maßnahmen zu profitieren. An Ihrer Hochschule sind die Ansprechpersonen Mitglieder einer Arbeitsgruppe, die sich regelmäßig trifft. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf: Unter dem folgenden Link finden Sie Ansprechpartner*innen vor Ort im Ruhrgebiet. Dort erfahren Sie auch, wer an Ihrer Hochschule zum Thema Stipendium berät, welche Angebote es bereits gibt und wie Sie helfen können, eine Stipendienkultur zu entwickeln. 

Neben unseren Ansprechpartner*innen können Sie selbstverständlich auch die zuständigen Mitarbeiter*innen in Ihrer Zentralen Studienberatung, in den Fakultäten, Fachbereichen und Prüfungsämtern kontaktieren. Eine Übersicht über die Begabtenförderungswerke, Stiftungen und weitere Informationsportale finden Sie hier

Die wichtigsten Studien und Erkenntnisse zum Thema Stipendienkultur finden Sie unter dem Menüpunkt „Das Stipendienwesen kennenlernen“. Hinweise auf die positiven Effekte einer Stipendienkultur findet man vor allem an jenen Hochschulen, in denen die Vergabe von Stipendien schon zum festen Bestandteil des Hochschulwesens gehört. So werden an einigen Hochschulen Stipendien von Generation zu Generation „weitergegeben“, indem ehemalige Stipendiat*innen einen Teil ihres ersten Gehalts stiften und so dem Netzwerk verbunden bleiben (z. B. Technische Universität München). Andernorts gibt es zum Beispiel Alumni-Clubs, die Stipendienprogramme an der Hochschule eigeninitiativ fördern (z. B. Westfälische Wilhelms-Universität Münster). 

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Ihren Studierenden das Thema Stipendium näherzubringen: So können Sie beispielsweise in den Einführungswochen in einem kurzen Vortrag auf diese Fördermöglichkeit aufmerksam machen; Sie können auf die Website stipendienkultur.de hinweisen und die Studierenden auf diesem Wege zu einer Bewerbung motivieren. Darüber hinaus können Sie auf Beratungsmöglichkeiten verweisen und auf weitere Institutionen aufmerksam machen wie die Zentrale Studienberatung, den Career Service, die Initiative Arbeiterkind.de etc. Und natürlich können Sie Ihren Studierenden vertrauliche und offene Beratungsgespräche anbieten. 

Die Vernetzung und Kooperation steht im Fokus unseres Projektes Stipendienkultur Ruhr. Daher können Sie sich nicht nur an die Ansprechpersonen und Multiplikator*innen im Projekt wenden, sondern auch über die anderen Hochschulen in Ihrer Region weitere Informationen erhalten und sich zu Ihren Ideen, Anregungen und Fragen austauschen. Ferner organisieren sich die Stipendiat*innen in Regionalgruppen, die es mit Sicherheit auch an Ihrer Hochschule gibt; auch hier bestehen Vernetzungs- und Austauschmöglichkeiten. 

An einzelnen Hochschulen gibt es bereits institutionalisierte Treffen der Vertrauensdozent*innen, die zum Austausch und zur Entwicklung einer gemeinsamen Stipendienkultur beitragen können. Zur Vernetzung können Sie darüber hinaus an Infoveranstaltungen und Workshops teilnehmen, bei denen Sie auf weitere Stipendienunterstützer*innen und Multiplikator*innen treffen. 

Voraussetzungen klären

Stipendien sind dazu gedacht, Studierenden finanziell den Rücken frei zu halten, in der Hoffnung, dass sie sich einmal zu Stützen der Gesellschaft entwickeln. Ob sie das Potenzial dafür haben, lässt sich bei Studienbeginn allerdings schwer erkennen. Daher werden die meisten Stipendien an Studierende vergeben, die in ihrem Lebenslauf bisher relativ gute Leistungen zeigen und sich für ihr (gesellschaftliches) Umfeld engagieren. Wichtig ist, dass Sie bei der Bewerbung Ihre Persönlichkeit authentisch und ohne falsche Bescheidenheit darstellen.

Ja, die gibt es. Die Auswahlkriterien der Stiftungen sind weit gefächert. Es gibt eine große Zahl an Stiftungen, die Stipendien nicht auf Basis von Noten vergeben. Kriterien sind zum Beispiel Geburtsort, ehrenamtliche Betätigung, chronische Erkrankung, Wohnort, Beruf der Eltern oder Fachgebiet. Je nach Ausrichtung werden die Noten dann im Kontext betrachtet.

Nein, Sie müssen kein*e Einser-Kandidat*in sein. Die Auswahlkriterien der Stiftungen sind weit gefächert. Es gibt eine große Zahl an Stiftungen, die Stipendien nicht auf Basis von Noten vergeben. Kriterien sind zum Beispiel Geburtsort, ehrenamtliche Betätigung, chronische Erkrankung, Wohnort, Beruf der Eltern oder Fachgebiet. Je nach Ausrichtung werden die Noten dann im Kontext betrachtet.

Ja, es gibt auch Stipendienmöglichkeiten für Teilzeitstudierende. Allerdings sind diese oft sehr schwer zu finden und erfordern daher meist einen höheren Recherche-Aufwand. Holen Sie sich kompetente Unterstützung bei den Beratungsstellen der verschiedenen Hochschulen (zum Beispiel in den Zentralen Studienberatungen).

Ja, es gibt auch Stipendienmöglichkeiten für Teilzeitstudierende. Allerdings sind diese oft sehr schwer zu finden und erfordern daher meist einen höheren Recherche-Aufwand. Holen Sie sich kompetente Unterstützung bei den Beratungsstellen der verschiedenen Hochschulen (zum Beispiel in den Zentralen Studienberatungen).

Ja, es gibt teilweise sogar spezielle Förderlinien. Allerdings sind diese oft sehr schwer zu finden und erfordern daher meist einen höheren Recherche-Aufwand. Holen Sie sich kompetente Unterstützung bei den Beratungsstellen der verschiedenen Hochschulen (zum Beispiel in den Zentralen Studienberatungen).

Ja, es gibt spezielle Förderer, die gezielt Studierende mit bestimmten Einschränkungen unterstützen. Diese zu finden erfordert manchmal einen höheren Recherche-Aufwand. Holen Sie sich daher kompetente Unterstützung bei den Beratungsstellen der verschiedenen Hochschulen (zum Beispiel in den Zentralen Studienberatungen oder in den Kontaktstellen für Inklusion).

Ja, es gibt viele Stipendiengeber, die ihre Stipendiat*innen unabhängig vom finanziellen Hintergrund auswählen.

Bewerben

Da ein Bewerbungsablauf oft recht viel Zeit in Anspruch nimmt, sollten Sie sich so früh wie möglich bewerben. Für Schüler*innen ist der Januar im letzten Schuljahr ein guter Zeitpunkt, um sich für ein Stipendium mit Beginn im Wintersemester zu bewerben. Für Studierende in einem BA-Studium ist das erste Studienjahr ein guter Orientierungs- und Bewerbungszeitraum für Stipendien, um im Anschluss noch ausreichend lange gefördert werden zu können. MA-Stipendieninteressierte sollten sich bereits im letzten BA-Studienjahr um eine Förderung für ihren MA kümmern.

Ja, und das sollten Sie auch tun, wenn Sie ab Beginn Ihres Studiums gefördert werden möchten. Oft sind die Bewerbungsprozesse sehr langwierig; sie dauern in der Regel mindestens ein halbes Jahr.

Ja, und das sollten Sie auch tun, wenn Sie ab Beginn Ihres Studiums gefördert werden möchten. Oft sind die Bewerbungsprozesse sehr langwierig; sie dauern in der Regel mindestens ein halbes Jahr.

Ja, es gibt auch Stipendiengeber, die konkret einzelne Studienabschnitte fördern. 

Die Fristen sind bei den verschiedenen Förderern sehr unterschiedlich. Daher sollten Sie spätestens ein Dreivierteljahr im Voraus mit der Suche nach einem geeigneten Stipendium beginnen. Einige Stipendiengeber bieten zum Beispiel nur einmal oder zweimal im Jahr eine Möglichkeit zur Bewerbung. Da könnten Sie schnell einen Termin verpassen.

Bei der Bewerbung um ein Stipendium spielt nicht nur der Notenschnitt eine Rolle. Auch Ihr (soziales) Engagement und Ihre Persönlichkeit fallen bei der Auswahl ins Gewicht. Außerdem haben unterschiedliche Förderer oft unterschiedliche Förderschwerpunkte, so dass vom reinen Leistungsgedanken abgerückt wird. Je nach persönlicher Situation und dem individuellen Weg haben Sie sogar mit einem Dreier-Schnitt mitunter noch Chancen auf ein Begabtenstipendium.

Ein Motivationsschreiben ist die ausführliche Version eines Bewerbungsschreibens. Hier stellen Sie Ihre Persönlichkeit, Ihre Entscheidung für den speziellen Stipendiengeber, die Ernsthaftigkeit Ihres Vorhabens und Ihre Förderungswürdigkeit dar. Auf dieser Grundlage treffen die Stipendiengeber ihre Vorauswahl. Das Schreiben ist also als Türöffner für eine erfolgreiche Bewerbung äußerst wichtig. Holen Sie sich daher kompetente Unterstützung bei den entsprechenden Beratungsstellen Ihrer Hochschule.

Soziales Engagement bedeutet, sich mit der eigenen Zeit und Kraft für etwas oder jemanden einzusetzen, ohne eine Entlohnung dafür zu erhalten. Im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit engagieren Sie sich zum Beispiel durch die unentgeltliche Mitarbeit in einer studentischen Vereinigung (Fachschaft), einem (Sport-)Verein oder einer sozialen Einrichtung.

Zumindest in den ersten Semestern ist es meist schwierig, eine*n Gutachter*in zu finden. Daher können Sie sich bei Bewerbungen zu Studienbeginn auch erst einmal an frühere Lehrer*innen wenden. Ansonsten sollten Sie Dozent*innen oder Professor*innen auswählen, die Sie bereits in der Sprechstunde, im Rahmen von Haus- oder Seminararbeiten oder bei anderen Gelegenheiten ein wenig kennenlernen konnten.

Ein Gutachten ist eine aussagekräftige Beurteilung Ihrer Person, die von Vertreter*innen einer neutralen Stelle (Institution, Kirche, Verein usw.) ausgestellt wird. In diesem Gutachten äußert sich zum Beispiel ein*e Seelsorger*in, ein Vereinsvorstandsmitglied, ein*e Schulleiter*in oder Professor*in zu Ihrer Eignung und dazu, aus welchem Grund Sie besonders förderungswürdig sind.

Ein*e Vertrauensdozent*in ist sozusagen das Verbindungsglied zwischen Ihnen und einer Stiftung. Stiftungen beauftragen oft Vertrauensdozent*innen, die am Auswahlprozess beteiligt sind und Stipendiat*innen unterstützen.

Ob Sie eine Zu- oder Absage erhalten und wann diese eintrifft, kann je nach Förderer sehr stark variieren. Hier ist ein bisschen Geduld erforderlich. Oft geben die FAQs auf den Internetseiten der Stipendiengeber Antwort auf die spezielle Vorgehensweise.

Lassen Sie sich nicht entmutigen! Bleiben Sie neugierig: Versuchen Sie herauszubekommen, warum es zu der Absage gekommen ist. Wenden Sie sich an die  Beratungsangebote der beteiligten Hochschulen und nutzen Sie weitere Angebote wie Schreibtrainings, Workshops und Bewerbungsmappen-Checks. Bewerben Sie sich erneut, sofern Sie die Voraussetzungen der Stipendiengeber weiterhin erfüllen.

Sie können sich als Studierende*r immer an Ihrer Hochschule erkundigen oder auch hier auf unseren Internetseiten nach den entsprechenden Kontaktstellen suchen.

Finanzierung

Das kann von einem Stipendiengeber zum anderen sehr unterschiedlich sein. In der Regel erfordern erfolgreiche Bewerbungen eine gute Vorbereitung, und auch die anschließenden Auswahlverfahren sind oft sehr langwierig. Hier ist ein langer Atem erforderlich. Um kurzfristig Finanzierungslücken zu überbrücken, sind Stipendien eher nicht geeignet. 

Die Höhe der finanziellen Förderung ist sehr unterschiedlich. Alle großen Begabtenförderwerke zahlen ihren Stipendiat*innen einkommensunabhängig ein sog. Büchergeld von 300 Euro monatlich. Die zusätzliche finanzielle Förderung hängt vom individuellen BAföG-Anspruch ab, da bis zum Höchstsatz gefördert werden kann. Kleinere Stiftungen informieren im Netz über ihre meist festen Fördersätze. Sie sollten aber auch den Wert der ideellen Förderung nie aus den Augen verlieren und die Aufwertung, die Ihr Lebenslauf durch ein Stipendium erfährt. 

Das ist unterschiedlich. Ein Stipendium mit geringerer finanzieller Ausstattung (wie zum Beispiel ein Deutschlandstipendium) beeinträchtigt Ihren BAföG-Anspruch nicht. Ein Stipendium von einem der 13 Begabtenförderungswerke übernimmt in der Regel Ihren BAföG-Anspruch. Sie sollten aber in jedem Fall dem für Sie zuständigen BAföG-Amt Ihr Stipendium melden. 

Das ist unterschiedlich. Ein Stipendium mit geringerer finanzieller Ausstattung (wie zum Beispiel ein Deutschlandstipendium) können Sie parallel zum BAföG erhalten. Wenn Sie ein Stipendium von einem der 13 Begabtenförderungswerke erhalten, übernimmt dieses in der Regel Ihren BAföG-Anspruch.

Das sehen die verschiedenen Stipendiengeber sehr unterschiedlich. Einige legen bewusst Wert darauf, dass Sie nicht parallel zum Studium arbeiten gehen. Andere befürworten möglicherweise eine geringfügige Beschäftigung, da sie Ihnen wichtige Einblicke in den Berufsalltag vermitteln kann. Das sollten Sie unbedingt mit dem jeweiligen Förderer klären.

Normalerweise nicht, es gibt aber Ausnahmen. Sie sollten es also besser nachprüfen.

International

Ja, es gibt viele Stipendiengeber auch für EU-Staatsangehörige und Bildungsinländer*innen. Zudem gibt es für Studierende aus speziellen Herkunftsländern oder für Studierende mit besonderen Studienvorhaben manchmal eigene Förderlinien. Erkundigen Sie sich in den Beratungsstellen der beteiligten Hochschulen.

Ja, es gibt ein paar Stipendiengeber, bei denen die Staatsangehörigkeit keine Rolle spielt. Für bestimmte Studienzwecke gibt es auch manchmal eigene Förderlinien für Studierende spezieller Herkunftsländer oder für Studierende mit besonderen Studienvorhaben.

Ja, es gibt auch Stipendienmöglichkeiten für deutsche Studierende, die ihr Studium im Ausland absolvieren. Allerdings erfordert dies oft einiges an Recherchearbeit. Holen Sie sich kompetente Unterstützung in den Akademischen Auslandsämtern, International Offices und an Ihrer Hochschule.

Ja, Stipendien lassen sich für fast alle Studienzwecke finden. Infos zur Förderung eines Auslandspraktikums erhalten Sie in den entsprechenden Beratungsstellen an Ihrer Hochschule (in Ihrem Fachbereich, im International Office bzw. Akademischen Auslandsamt) oder auch beim DAAD.

Ja, Stipendien lassen sich für fast alle Studienzwecke finden. Infos zur Förderung eines Auslandssemesters erhalten Sie in den entsprechenden Beratungsstellen an Ihrer Hochschule (in Ihrem Fachbereich, im International Office bzw. Akademischen Auslandsamt) oder auch beim DAAD.

Glossar

Dieses Glossar wird stetig erweitert. 

Alumnus, Alumna, Alumni, Alumnae

Als Alumni bzw. Alumnae werden die Absolvent*innen von Hochschulen und anderen Bildungsinstitutionen bezeichnet. In diesem Kontext bezieht sich der Begriff auf ehemalige Stipendiat*innen, deren Förderung und Studium bereits beendet sind, die aber lebenslang Teil der Stipendiat*innengemeinschaft und des Netzwerks einer Stiftung bleiben können.

Assessmentcenter 

Das Assessmentcenter kann bei der Bewerbung um ein Stipendium Teil des Auswahlprozesses sein. Was Sie dort erwartet, sind zum Beispiel Einzelgespräche, Arbeitssimulationen, Vortrags- und / oder Moderationselemente oder Gruppendiskussionen und deren Bewertung durch geschulte Beobachter*innen. Außerdem wird geprüft, ob Sie die Voraussetzungen des jeweiligen Stipendiengebers erfüllen und ob Ihre Persönlichkeit in das Gesamtbild der Stiftung passt.

Ein Pokal

Begabtenförderung

Durch die Begabtenförderung sollen Menschen unterstützt werden, die ihre Talente und Fähigkeiten für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft einsetzen, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten engagieren und entsprechende Leistungen erbringen.

Begabtenförderungswerk 

Ein Begabtenförderungswerk ist eine Institution, die im Rahmen eines Programms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung arbeitet und Begabtenförderung für Studierende in Form von Stipendien anbietet.

Die Begabtenförderungswerke sollen die Vielfalt der deutschen Gesellschaft widerspiegeln, indem sie die verschiedenen weltanschaulichen, religiösen, politischen, wirtschafts- oder gewerkschaftsorientierten Strömungen abbilden. Sie fördern vor allem begabte und leistungsstarke Studierende und Doktorand*innen

Empfehlungsschreiben /Referenz

Ein Empfehlungsschreiben oder eine Referenz ist ein frei zu formulierendes Schreiben eines Lehrenden oder eines Verantwortlichen z.B. einer Institution, in der Sie sich ehrenamtlich engagieren. Dieses Schreiben geht nur auf die Punkte ein, die der Ausstellende berücksichtigt bzw. der Anfragende berücksichtigt haben möchte. Es ist auch nicht auf eine bestimmte Stiftung fokussiert, so dass es vielfältig eingesetzt werden kann. 
Letztendlich bestimmt aber die Stiftung/das Begabtenförderwerk, ob ein/e Bewerber*in ein Empfehlungsschreiben, eine Referenz oder ein vorstrukturiertes Gutachten einreichen muss.

Gutachten

Mindestens ein fachliches Gutachten müssen Sie bei den meisten der großen Begabtenförderungswerke zur Beurteilung Ihrer Leistungen einreichen. Manchmal sind sogar zwei fachliche Gutachten von zwei verschiedenen Lehrenden gefragt oder ein zweites zu Ihrer Persönlichkeit, teilweise auch von außerhalb der Hochschule. Die Begabtenförderungswerke stellen meist (digitale) Formulare mit feststehenden Fragen zur Verfügung, sodass alle Bewerber*innen aufgrund der gleichen Fragestellungen beurteilt und verglichen werden können.

Mentor*in

Ein*e Mentor*in kann Sie bei Bedarf mit persönlicher und fachlicher Erfahrung unterstützen.

Promotionsstipendium

Wenn Sie sich nach dem Studienabschluss für die Promotion an einer Hochschule entscheiden, gibt es die Möglichkeit einer finanziellen oder ideellen begleitenden Förderung, und zwar bereits ab der ersten Phase der Doktorarbeit. 
Fast 20 Prozent aller Förderprogramme sind Promotionsstipendien. Einige davon kommen für Druckkosten, Teilnahme an Kongressen oder Reisekosten auf. 
Häufig gibt es in diesem Bereich themengebundene Stipendien für Promovierende verschiedener Fachbereiche.

Ein Zertifikat

Soziales und gesellschaftliches Engagement

Viele Begabtenförderungswerke und Stiftungen erwarten nicht nur sehr gute Leistungen und fachliches Wissen, sondern auch soziales und gesellschaftliches Engagement. Dies umfasst zum Beispiel die Arbeit in Vereinen und Verbänden, das private Engagement in der Familie, im Bekanntenkreis oder in der Schule/Hochschule. Auch politisches Engagement fällt hierunter. 
Dabei ist es für die Stipendiengeber wichtig, dass Sie Interesse am gesellschaftlichen Geschehen zeigen, Zusammenhänge verstehen und in Transferleistung umsetzen können (dies wird zum Beispiel im Assessmentcenter geprüft).

Stipendiengeber*in 

Nicht nur die 13 Begabtenförderungswerke unterstützen Menschen durch Studienförderung. Die Bandbreite der Förderung ist groß und vielfältig. In Deutschland vergeben ca. 2.000 Stiftungen Stipendien, auch an Schüler*innen.

Eine Gruppe Student/-innen

Studentische Fachschaft

Studentische Fachschaften gibt es für jede einzelne Fakultät. Hier setzen sich Studierende aus verschiedenen Semestern dafür ein, die Interessen ihrer Kommiliton*innen zu verfolgen oder organisieren z.B. verschiedene Veranstaltungen.

Studienförderung 

Begabtenförderungswerke und Stipendiengeber wollen Ihnen von Anfang an beratend und finanziell zur Seite stehen. Dies garantiert Ihnen Entlastung und somit ein freies und unabhängiges Studium. Hinzu kommt die ideelle Förderung, mit deren Hilfe Sie sich persönlich und fachlich weiterentwickeln können. 

Hilfreich sind außerdem Netzwerke, die innerhalb eines Förderwerks gebildet werden. Dadurch stehen Förderer und Stipendiat*innen in engem Kontakt zueinander.

Vertrauensdozent*in

Die einzelnen Begabtenförderungswerke verfügen über eine bestimmte Anzahl an Vertrauensdozent*innen. Dies sind akademische Mitarbeiter*innen an einer Hochschule, die Studierenden als Ansprechpartner*innen beratend und unterstützend zur Seite stehen und unter anderem Gutachten für sie erstellen.

Vertrauensdozenten