Direkt zum Inhalt

Ehrenamt und soziales Engagement – Türöffner fürs Stipendium

Vielleicht haben Sie schon davon gehört: Wer ein Ehrenamt ausübt oder sich sozial engagiert, steigert seine Chancen auf ein Stipendium. Bewerber*innen, die mit persönlichem Einsatz punkten, können damit unter Umständen sogar fehlende (sehr) gute Leistungen ausgleichen. Wir verraten Ihnen, warum das so ist und welche Aktivitäten von den Förderern anerkannt werden. Falls Sie noch nicht ehrenamtlich tätig oder sozial engagiert sind, erfahren Sie hier, welche Möglichkeiten es gibt.

Ehrenamtliche Arbeit zahlt sich bei der Bewerbung um ein Stipendium aus

Ihr Engagement zählt!

Wenn Sie sich in Ihrer Freizeit freiwillig für andere Menschen oder eine gute Sache engagieren, heißt das: Sie haben Verantwortungsbewusstsein und Gemeinschaftssinn, sind verlässlich und verbindlich. Das sind Werte, die Stipendiengeber schätzen. Förderwerke suchen kluge Köpfe, die die Gesellschaft bewegen wollen und dies tatkräftig unter Beweis stellen.

Soziales Engagement oder Ehrenamt?

Soziales Engagement oder Ehrenamt?

Diese beiden Begriffe sind nicht ganz trennscharf.  Als soziales Engagement bezeichnet man die Arbeit, die für andere im persönlichen Umfeld geleistet wird und für die es keine Entlohnung gibt. Um soziales Engagement handelt es sich also immer dann, wenn Sie freiwillig und unentgeltlich etwas tun, wovon andere Menschen einen (sozialen) Nutzen haben.

Von einem Ehrenamt spricht man bei einem etwas offizielleren Engagement, oft auch in einer öffentlichen Funktion, etwa als Vereinsvorstand, AStA-Vorsitzende*r, Schöffe/-in oder Ratsmitglied. Auch hier gibt es für die geleistete Arbeit keine Entlohnung. Aufgepasst! Manchmal bezahlen zum Beispiel Sportvereine eine Aufwandsentschädigung. Diese wird jedoch nicht als Lohn betrachtet, denn sie deckt in der Regel nur Anfahrts- oder Selbstversorgungskosten.

Für Ehrenamt und soziales Engagement gilt: Die Tätigkeit kann regelmäßig oder zeitlich flexibel ausgeübt werden – ganz nach Ihren persönlichen Möglichkeiten.

Verantwortung wird belohnt 

Womöglich ist Ihnen gar nicht bewusst, dass Sie sich bereits sozial oder ehrenamtlich engagieren. Auch wenn es Ihnen selbstverständlich erscheint, Ihre pflegebedürftige Oma zu betreuen oder sich in der Schule als Streitschlichter*in zu betätigen: Bei der Bewerbung um ein Stipendium ist Bescheidenheit fehl am Platz. Überlegen Sie, wo Sie freiwillig Verantwortung übernehmen – als Trainer*in einer Jugendmannschaft, Leiter*in einer Pfadfindergruppe, bei der freiwilligen Feuerwehr oder beim Roten Kreuz, beim Einkauf für die betagte Nachbarin oder als Nachhilfelehrer*in für das neu zugewanderte Schulkind? Ihr Engagement erhöht Ihre Chancen, mit einem Stipendium Ihr Studium finanzieren zu können.

Welcher Förderer passt zu mir?

In welchem Bereich engagieren Sie sich? In der Gemeinde, in der Politik oder im sozialen Bereich? Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und soziale Einrichtungen zählen zu den großen Stipendiengebern. Das heißt: Wenn Sie sich bereits in einem dieser Bereiche betätigen, kann dies eine erfolgreiche Bewerbung bei dem entsprechenden Stipendiengeber sicherlich beflügeln. 

Zusammen arbeiten

Aber auch wenn es keine direkte Verbindung gibt: Alle Stipendiengeber sehen es gern, wenn Sie sich in Ihrer Freizeit sozial engagieren. Das zeigt, dass Sie ein junger Mensch sind, der sich für seine Umgebung interessiert und Verantwortung für andere übernimmt. Übrigens: Auch für das Deutschlandstipendium, das unabhängig vom Einkommen fördert, ist gesellschaftliches Engagement ein wichtiges Auswahlkriterium.

Wege zum Ehrenamt in und außerhalb der Hochschule

Sie möchten sich ehrenamtlich und/oder sozial engagieren, wissen aber nicht wie und wo? Schauen Sie zunächst einmal in Ihrem direkten Umfeld: Auf den Internetseiten Ihrer Hochschule können Sie sich informieren, welche hochschuleigenen Vereine oder Projekte es gibt. Auch eine Mitarbeit in der Fachschaft oder im AstA bietet sich an. Tatkräftige Unterstützung ist vielerorts gefragt!
 

Wege zum Ehrenamt im Ruhrgebiet - Linkliste

Ideen für Ehrenamt und soziales Engagement außerhalb Ihrer Hochschule finden Sie zum Beispiel auf der Internetseite der

Landesregierung NRW

Auch vor Ort in Ihrer Stadt gibt es vermutlich eine Stelle, bei der Sie sich erkundigen können, wo ehrenamtliche Helfer*innen gesucht werden. Diese Links können Ihnen bei der Suche weiterhelfen:

Bochum 
Dortmund 
Duisburg 
Essen 
Gelsenkirchen 
Mülheim 

Private Träger und soziale Einrichtungen bieten ebenfalls vielfältige Möglichkeiten, sich sozial und ehrenamtlich zu engagieren. Hier finden Sie einige Links im Überblick:

AWO
Caritas 
Centrum für bürgerschaftliches Engagement e.V. 
Deutsches Rotes Kreuz – Jugendrotkreuz NRW 
Landessportbund NRW Sportehrenamt 
Malteser NRW 
Verein für soziales Leben e.V. 

Aber nicht nur Seiten im Internet helfen bei der Suche, auch die App „Letsact“ liefert eine schnelle Übersicht über die vielfältigen Möglichkeiten des gemeinnützigen Engagements. Sie stellt alle von Ehrenamt getragenen Organisationen in Deutschland und sozialen Projekte in Ihrem Umfeld vor und bietet direkte Kontaktmöglichkeiten mit den Ansprechpartner*innen vor Ort.

Wenn Sie persönliche Unterstützung bei der Suche nach einem für Sie geeigneten Ehrenamt und sozialen Engagement suchen, wenden Sie sich gerne an die Ansprechpartner*innen der beteiligten Hochschulen von Stipendienkultur Ruhr.