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Ratgeber
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Absage erhalten – was nun?

9. August 2022
Du hast dich für ein Stipendium beworben, dich kundig gemacht, Zeit und Mühe in ein Bewerbungsschreiben investiert und dir große Hoffnung gemacht. Und dann kommt die Absage. Was für eine Enttäuschung! Alle Mühe, Arbeit und Hoffnung – umsonst! Das kann ganz schön frustrierend sein. Der einzige Weg, Absagen komplett zu vermeiden ist, sich nicht mehr zu bewerben – also auch keine Lösung, oder?

Auch Eray Emre, Studierender an der Ruhr-Uni Bochum, hat die Erfahrung gemacht eine Absage zu erhalten. Hier hörst du, wie er damit umgegangen ist.

Videobeiträge: © Ruhr-Universität Bochum / Michaela Wurm (25.08.2021)

Die Videos sind auch als Story auf Instagram erschienen: https://www.instagram.com/stories/ruhrunibochum/2647916599432736951.

Tipps zum Umgang mit Absagen

Ein Beitrag der Zentralen Studienberatung der Hochschule Bochum

Beim Umgang mit einer Absage kann es hilfreich sein, sich klarzumachen, dass damit nicht du als Person abgelehnt wurdest. Die Absage bedeutet nur, dass deine Bewerbung entweder nicht überzeugt hat oder den Kriterien des Förderwerks nicht ausreichend entsprochen hat. Wenn sich die erste Enttäuschung gelegt hat, überlege dir, wie du mit der Absage konstruktiv umgehen kannst. Eine Möglichkeit ist, sie als Hinweis darauf zu nutzen, was du beim nächsten Mal besser machen kannst. Zum Beispiel:

Informiere und recherchiere, worauf das Förderwerk besonders achtet. Entscheide danach:

  • Erfülle ich die (formalen) Voraussetzungen und Aufnahmekriterien des jeweiligen Förderwerks? Passt das Förderwerk zu meinem Profil, meinen Werten und Zielen?
  • Wenn ich manche Kriterien nicht erfülle: Wo lässt sich evtl. nachsteuern? (beispielsweise gesellschaftliches Engagement)

Prüfe deine Bewerbung kritisch:

  • Erkennt ein Mensch, der mich nicht kennt, welche Kompetenzen und Qualifikationen ich mitbringe?
  • Wird deutlich, was mich für dieses Stipendium auszeichnet?
  • sprachlich und stilistisch prüfen: Was lässt sich verbessern?
  • Hole Feedback ein und suche ggf. das Gespräch mit Vertrauensdozent*innen.

Versetze dich in die Perspektive der Auswahlkommission des jeweiligen Förderwerks:

  • Wenn ich Stipendiat*innen auswählen könnte, wie müsste eine Bewerbung aussehen, die mich überzeugt?
  • Übe Auswahlgespräche (Mock-Interviews) und ggf. deinen Vortrag
  • Falls du schon an Auswahlgesprächen teilgenommen hast: Reflektiere deine Antworten auf dir gestellte Fragen und "schärfe" nach

Um bei der nächsten Bewerbung am Ball zu bleiben, frage dich, was dich motiviert:

  • Was gibt mir grundsätzlich Energie? Wie kann ich diese Energie für eine erneute Bewerbung nutzen?
  • Was hat mich motiviert, die erste Bewerbung für ein Stipendium zu schreiben?
  • Wie könnte ein persönliches Motto lauten, das mich für weitere Bewerbungen motivieren kann?

Hole dir Unterstützung:

  • An deiner Hochschule gibt es verschiedene Einrichtungen, die dich bei Bewerbung und Motivationsschreiben unterstützen können, zum Beispiel Studienfinanzierungsberatung, Talentscouting, Career Service oder Schreibzentren.
  • Die meisten Hochschulen bieten Workshops zum Verfassen der Bewerbung und zur Vorbereitung auf das Auswahlverfahren an.
  • Auch Organisationen wie beispielsweise ApplicAid unterstützen vor allem Stipendieninteressierte aus nicht-akademischem Elternhaus bei einer Bewerbung.

Und denke immer daran, dass gerade bei einem Stipendium der Bewerbungsaufwand zunächst groß erscheinen mag, der Nutzen aber sehr hoch sein kann.

    Weitere Informationen: