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Deutschlandstipendium für engagierte Talente

Sie punkten nicht nur mit sehr guten Leistungen in Schule, Studium oder Beruf, sondern auch mit persönlichem Engagement? Dann zählen Sie zu jenen Talenten, die gute Chancen auf ein Deutschlandstipendium haben. Es unterstützt besonders begabte, leistungsfähige junge Menschen einkommensunabhängig mit 300 Euro im Monat. Dank dieser Förderung können Sie sich voll und ganz auf Ihr Studium konzentrieren.

Das Auswahlverfahren zum Deutschlandstipendium

Die Bewerbung für ein Deutschlandstipendium lohnt sich!

Rund 300 Hochschulen – das sind über 90 Prozent – beteiligen sich an dem Programm, das 2011 gestartet ist. 2018 erhielten fast ein Prozent der Studierenden ein Deutschlandstipendium; ihr Anteil steigt weiter. Das erhöht Ihre persönliche Chance, sich erfolgreich für ein solches Stipendium zu bewerben. Es lohnt sich, denn die Fördersumme wird zusätzlich zu BAföG-Leistungen bezahlt und läuft auch im Erasmus-Semester und im Pflichtpraktikum weiter. Insgesamt kann das Deutschland­stipendium für eine Dauer von mindestens zwei Semestern vergeben werden, höchstens jedoch bis zum Ende der Regelstudienzeit.

Starke Partner: Bund und Sponsoren

Das Besondere am Deutschlandstipendium ist, dass es zur Hälfte von privaten Förderern und zur anderen Hälfte vom Bund getragen wird. Es geht also aus einem Bündnis aus zivilgesellschaftlichem Engagement und staatlicher Förderung hervor. Förderer sind zum Großteil Unternehmen, ferner Vereine, Stiftungen und Privatpersonen, darunter viele Alumni.

Gleiche Bildungschancen

Ein wichtiges Ziel des Deutschlandstipendiums ist es, gleiche Bildungschancen herzustellen. Daher spielt die soziale Ausgewogenheit im Hinblick auf Geschlecht, Alter und Familienstand bei der Vergabe eine große Rolle. Repräsentative Befragungen haben gezeigt, dass der Anteil an Nicht-Akademikerkindern unter den Stipendiat*innen 50 Prozent beträgt – genau wie im Durchschnitt der Studierendenschaft. Studierende mit Migrationshintergrund sind unter den Stipendiat*innen sogar überdurchschnittlich stark vertreten.

Gute Noten und persönliche Qualitäten

Im Bewerbungsverfahren für das Deutschlandstipendium wird die gesamte Persönlichkeit der Bewerber*innen berücksichtigt. Gesucht sind junge Menschen, die aufgrund ihres Werdegangs sehr gute Leistungen in Studium und Beruf erwarten lassen. Statt sich nur auf ihre Karriere zu fokussieren, sollten diese sich jedoch auch durch gesellschaftliches Engagement auszeichnen – sei es, indem sie ein Ehrenamt ausüben oder sich sozial engagieren. Darüber hinaus zählen besondere persönliche Leistungen sowie die soziale und familiäre Situation.

Bewerbung Deutschlandstipendium

Haben Sie auf Ihrem Lebens- und Bildungsweg besondere Hindernisse gemeistert und Herausforderungen geschultert? Übernehmen Sie in Ihrer Familie Verantwortung – etwa durch Pflegeaufgaben oder Mitarbeit im elterlichen Unternehmen? Dann haben Sie gute Chancen, eines der begehrten Stipendien zu ergattern!

Bei der Hochschule bewerben

Nun fragen Sie sich vermutlich, wie und wo Sie sich bewerben können. Da das Deutschlandstipendium von den beteiligten Hochschulen vergeben wird, erkundigen Sie sich dort nach den Bewerbungsfristen und bewerben Sie sich direkt. In der Regel ist dies über ein Online-Portal möglich. Ob Ihre Hochschule an dem Programm beteiligt ist, erfahren Sie unter deutschlandstipendium.de. Auf dieser Website finden Sie übrigens auch viele weiterführende Informationen rund um das Deutschlandstipendium und spannende Praxisberichte von Stipendiat*innen.

Auswahlverfahren Deutschlandstipendium

Individuelle Auswahlverfahren 

Den Auswahlprozess für das Deutschlandstipendium übernimmt jede Hochschule selbst, deshalb kann der genaue Bewerbungsablauf variieren. In die Auswahlkommission kann die Hochschule auch private Mittelgeber*innen als Berater*innen berufen. Manch eine Auswahlkommission wählt ihre potenziellen Stipendiat*innen primär nach deren Leistungen aus, andere führen zusätzlich persönliche Auswahlgespräche, um über eine Förderung im Rahmen des Deutschlandstipendiums zu entscheiden. Informieren Sie sich über den genauen Bewerbungsablauf am besten direkt auf der Seite der Hochschule, bei der Sie eingeschrieben sind oder bei der Sie bald ein Studium beginnen:

Mut zum zweiten Anlauf!

Lassen Sie sich nicht entmutigen, falls Sie zu Beginn Ihres Studiums noch nicht angenommen werden: Sie können sich im folgenden Semester noch einmal bewerben! Womöglich können Sie im Laufe der Zeit bessere Noten oder ehrenamtliche Tätigkeiten vorweisen, die Ihre Ausgangsposition für die Bewerbung um das Stipendium verbessern. Diese Aussicht ist einen zweiten Versuch wert!

Förderkriterien erfüllt?

Sie haben das Deutschlandstipendium bekommen? Herzlichen Glückwunsch! Verstehen Sie die Zusage jedoch nicht als Freibrief, fortan die Füße hochzulegen: Als Stipendiat*in sollten Sie damit rechnen, dass Ihre Leistungen überprüft werden. Bei einer Förderung über einen längeren Zeitraum hinweg (mehr als ein Jahr) wird die Hochschule dies regelmäßig tun. Die verantwortlichen Personen möchten erfahren, ob Sie noch jene Kriterien erfüllen, die bei Ihrer Bewerbung für die Auswahl ausschlaggebend waren. Dabei kann ein Blick auf Ihre Prüfungsergebnisse oder bereits absolvierte Praktika genügen, manchmal ist auch eine kurze Darstellung Ihrer persönlichen Entwicklung seit Erhalt des Stipendiums gefragt.

Vom Netzwerk profitieren

Doch nicht nur die Hochschule ist an Ihrem Studienfortschritt interessiert; auch die Stifter möchten Ihren Erfolg begleiten. Aus diesem Grunde bieten sie ihren Stipendiat*innen manchmal sogar zusätzliche Förderangebote, etwa in Form von Praktika, Weiterbildungs- und Informationsveran­staltungen. Nutzen Sie die Chance, Teil eines solchen Netzwerks zu werden und von den vielfältigen Kontakten zu profitieren!

Für nähere Informationen rund um das Deutschlandstipendium kontaktieren Sie gerne die Ansprechpartner*innen von Stipendienkultur Ruhr an Ihrer Hochschule.